
Abfahrtskontrolle · Pkw
Pkw (B / BE)
Beim Pkw zeigst du, dass du Reifen, Licht, Flüssigkeiten und Bremsen selbst kontrollieren kannst.
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Die Inhalte der Hercht-PDFs sind nach Prüfgebieten geordnet. Öffne nur das Thema, das du gerade üben möchtest.
Klasse B · aus der Hercht-Prüfungsunterlage
Pkw-Abfahrtskontrolle Klasse B
Die wichtigsten Kontrollen am Pkw: erst die sichere Funktion prüfen, dann kurz erklären, woran du einen ordnungsgemäßen Zustand erkennst.
- Pedalweg bis zum Widerstand
- 1/3
- Mindestprofiltiefe
- 1,6 mm
- Öl und Kühlmittel
- Min–Max
Aus der PDF-Unterlage
Prüfgebiete Schritt für Schritt
01Betriebs- und FeststellbremsePedalweg, Widerstand und sichere Haltewirkung prüfen.
- Fußbremse bis zum ersten Drittel durchtreten. Dort muss ein deutlicher Widerstand zu spüren sein.
- Den Widerstand etwa eine Minute halten. Das Pedal darf nicht weiter absinken und höchstens bis zu zwei Dritteln durchtretbar sein.
- Ist die Betriebsbremse ausgefallen, darf nur noch mit einer Abschleppstange abgeschleppt werden.
- Beim Anziehen der Feststellbremse muss die rote Kontrollleuchte erscheinen. Ein Anfahren darf mit angezogener Feststellbremse nicht möglich sein.
02Licht und KontrollleuchtenBeleuchtung einschalten, Kontrollfarbe nennen und Funktion zeigen.
- Standlicht und Kennzeichenleuchte über den Lichtschalter einschalten; für Abblendlicht zusätzlich die Zündung einschalten.
- Fernlicht über den Blinkerhebel einschalten. Die blaue Kontrollleuchte zeigt den aktiven Zustand an.
- Blinker links und rechts, Bremslicht sowie Rückfahrlicht einzeln prüfen. Für das Bremslicht eine zweite Person um Hilfe bitten.
- Nebelscheinwerfer nur bei erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel, Schnee oder Regen; Nebelschlussleuchte bei Nebel und Sichtweite unter 50 Metern.
- Warnleuchten aus der Unterlage zuordnen: Feststellbremse bzw. Bremsflüssigkeitsmangel rot, Fernlicht blau, Scheibenwasser und Nebelschlussleuchte entsprechend ihrer Anzeige.
03Lenkung, Rückstrahler und SignaleVerriegelung, Sichtbarkeit und typische Störung erkennen.
- Lenkradschloss verriegeln: Zündschlüssel abziehen und das Lenkrad drehen, bis es einrastet. Entriegeln: Lenkrad und Schlüssel gleichzeitig bewegen.
- Rückstrahler müssen sauber und unbeschädigt sein und einfallendes Licht zurückwerfen.
- Blinkt eine Fahrzeugseite deutlich schneller, kann dort eine Blinkleuchte ausgefallen sein.
- Warnblinklicht ist für Stau, Panne oder Abschleppen vorgesehen.
- Die Leuchtweitenregulierung verhindert, dass ein beladenes Fahrzeug den Gegenverkehr blendet.
04Motorraum und BetriebsstoffeFüllstände zeigen und den sicheren Prüfzustand erklären.
- Kühlmittel nur am kalten Motor prüfen. Der Stand muss zwischen Min und Max liegen.
- Scheibenwaschwasser ausreichend auffüllen und die Warnanzeige im Display kennen.
- Motoröl zwischen Min und Max kontrollieren. Die vorgeschriebene Ölsorte steht in der Betriebsanleitung.
05ReifenProfil, Druck, Schäden und passende Größe kontrollieren.
- Mindestprofiltiefe 1,6 Millimeter: Verschleißindikatoren in den Profilrillen zeigen oder mit einem Profiltiefenmesser prüfen.
- Sollluftdruck am Fahrzeug beziehungsweise in der Betriebsanleitung ablesen.
- Reifen auf Nägel, Risse, Porosität und andere Beschädigungen kontrollieren.
- Reifengröße mit den Angaben in der Zulassungsbescheinigung abgleichen.
Klasse BE · aus der Hercht-Prüfungsunterlage
Pkw mit Anhänger Klasse BE
Bei BE zählt vor allem eine feste Reihenfolge: Gespann sichern, korrekt verbinden, Funktionen prüfen und kontrolliert wieder trennen.
- maximale Stützlast im Dokument
- 80 kg
- Bremsprobe laut Unterlage
- 4–7 km/h
- Unterlegkeile am Anhänger
- 2
Wichtig: Gewichte und Stützlasten beziehen sich auf das in der Hercht-Unterlage dokumentierte Prüfungsgespann. Maßgeblich sind immer die Angaben am tatsächlich eingesetzten Fahrzeug und Anhänger.
Aus der PDF-Unterlage
Prüfgebiete Schritt für Schritt
01Pkw und Anhänger verbindenVom Sicherungsposten bis zu Abreißseil, Stecker und Unterlegkeilen.
- Sicherungsposten aufstellen lassen und den Pkw kontrolliert an den Anhänger heranfahren.
- Feststellbremse am Anhänger lösen.
- Kupplungsklaue über den Kugelkopf ziehen, Stützrad hochdrehen und dabei die Kupplungsklaue öffnen.
- An der grünen Verschleißmarkierung prüfen, ob Pkw und Anhänger sicher verbunden sind.
- Abreißseil einhängen. Es betätigt die Feststellbremse, falls sich der Anhänger löst.
- Elektroanschluss herstellen.
- Unterlegkeile in ihrer Halterung am Anhänger befestigen.
02Licht, Bremsanlage und BremsprobeBeleuchtung vollständig prüfen und Bremswirkung feststellen.
- Standlicht, Kennzeichenbeleuchtung, Blinker links und rechts, Warnblinklicht, Bremslicht, Nebelschlussleuchte und Rückfahrlicht prüfen.
- Alle Leuchten müssen sauber, unbeschädigt und funktionsfähig sein.
- Manschette der Auflaufbremse auf Beschädigungen prüfen; sie darf kein Fett verlieren.
- Bremsgestänge auf geraden, unbeschädigten Zustand kontrollieren.
- Nach kurzem Anfahren bei Schrittgeschwindigkeit laut Unterlage eine deutliche Bremsprobe durchführen.
03Aufbau und Ladung sichernDer Prüfer wählt typischerweise zwei Sicherheitsbereiche aus.
- Ladung mittig und sicher befestigen. Formschluss entsteht etwa durch Paletten, Querbalken oder Rungen; Kraftschluss durch Plane, Gurte, Seile, Ketten oder Netze.
- Metallrahmen auf Brüche kontrollieren. Auf dem Anhänger dürfen keine Äste, Wasser, Eis oder andere lose Gegenstände liegen.
- Plane auf Risse prüfen und straff verzurren.
- Scharniere und Frachttüren müssen unbeschädigt, geschlossen und gesichert sein.
- Für jede starre Achse ist laut Unterlage ein passender Unterlegkeil vorgesehen; er muss zweifach in der Halterung gesichert sein.
04Pkw und Anhänger trennenErst sichern, dann Stützrad, Klaue und Verbindungen lösen.
- Zugfahrzeug mit der Feststellbremse sichern.
- Anhänger von Hand etwas nach hinten schieben, damit die Auflaufbremse ausgefahren ist.
- Anhänger mit Feststellbremse und Unterlegkeilen sichern.
- Stützrad ausfahren.
- Kupplungsklaue öffnen und den Anhänger vom Zugfahrzeug trennen.
- Abreißseil aushängen und Elektroanschluss trennen.
05Stützlasten und GewichteLadung so verteilen, dass Stütz- und Anhängelasten eingehalten werden.
- Ladung nicht vollständig nach vorn setzen: Die maximale Stützlast von 80 Kilogramm darf beim dokumentierten Gespann nicht überschritten werden.
- Ladung nicht vollständig nach hinten setzen. Laut Unterlage sollen etwa vier Prozent des tatsächlichen Gewichts, mindestens jedoch 25 Kilogramm, als Stützlast anliegen.
- Dokumentierte zulässige Gesamtmasse des Anhängers: 2.700 Kilogramm; tatsächliches Beispielgewicht laut Wiegekarte: 1.040 Kilogramm.
- Dokumentierte Anhängelast des Pkw: 1.600 Kilogramm gebremst und 680 Kilogramm ungebremst. Der niedrigste zulässige Wert ist maßgeblich.






